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Über mich und warum

Hallo und guten Tag!

Gerne möchte ich mich hier kurz einmal vorstellen, denn vielleicht ist es ja für meine kleine Leserschaft interessant zu erfahren, wer sich denn nun hinter diesen eher etwas dunklen Geschichten – meinen Gedankenstrudeln - verbirgt.
Am 08. Oktober 1971 begann meine Reise auf dieser Welt in Berlin-Spandau. Bis zu meinem 22. Lebensjahr war noch nicht daran zu denken, dass ich einmal Kurzgeschichten schreiben werde, obwohl ich eigentlich immer schon gerne kleine Geschichten erfunden habe, auch wenn sie noch so grotesk schienen.
Mein erstes großes Projekt sollte ein Roman sein. Damals interessierte ich mich sehr für die Frage nach außerirdischem Leben und las sehr viel über dieses immer noch brisante, aber durch die Medien leider in alle Richtungen zerstampfte Thema. In meinem Kopf entwickelte sich eine Handlung und die Schreiberei begann. Ich machte natürlich alle erdenklichen Fehler, die ein Anfänger nur machen kann und mir wurde eines bewusst: Schreiben ist Arbeit und wenn man Wert auf Plausibilität und einen guten Plot legt, dann ist es wirklich hart. Doch wenn dann das Ergebnis stimmt und es besonders meine Leserinnen und Leser emotional berührt, dann ist das ein ganz spezieller Lohn für mich.



"Die Dinge ändern sich."

Es entstand der SF-Roman „Entmenscht“, der natürlich von zig Verlagen abgelehnt wurde. Eine enttäuschende Erfahrung, aber ich wollte so nicht aufhören und absolvierte nun einen Lehrgang für Autoren, der mir persönlich den groben und besonders den feinen Schliff gegeben hat. Ich habe schon einiges Schlechtes über diese Lehrgänge gehört, aber ich kann nur jedem dazu raten, der ernsthaft am Schreiben interessiert ist. Das Erlernte geht weit über den Aufbau eines einfachen Schulaufsatzes.
Ich habe meinen Roman nicht neu bearbeitet. Mein Interesse galt nun eher den Kurzgeschichten. Sie haben für mich entscheidende Vorteile. Hier besteht die Möglichkeit, kurz und prägnant ein Thema und eine Handlung zu beleuchten. Die Vorbereitungen sind nicht mit denen eines Romans zu vergleichen.

Ich schreibe wahrlich keine komischen Geschichten, obwohl es auch davon ein paar gibt, die hier aber nicht zu finden sind. Da ich die Tendenz zum Philosophieren habe, mir viel über Unverständliches Gedanken mache, auch gerne mal melancholisch die Welt betrachte, bilden sich dann meine Gedankenstrudel. Meine Geschichten sind manchmal schaurig und bestimmt nicht jedermanns Geschmack, aber ich versuche immer, eine Aussage oder Fragen zu hinterlassen. Effekthascherei und Abklatsch wird man bei mir nicht finden. Alle Geschichten entspringen meiner Phantasie, worauf ich sehr großen Wert lege.


Schreiben bedeutet Entwicklung. Sie durchläuft Phasen des Erkennens und des Hinsehens. Mich interessieren die Gesichter hinter den Gesichtern. In vielen meiner Geschichten sind leicht mystische Komponenten zu finden. Das liegt an meinem Interesse an paranormalen Themen, besonders die die Frage nach einem Leben nach dem Tod stellen, was ja immer noch als Tabu behandelt wird und Betroffene, die eine sogenannte Nahtoderfahrung hatten, belächelt werden. Es gibt einfach zu viele Menschen, die darüber berichten können und es gibt zu viele Erklärungstheorien, die nicht ein Stück über den Tellerrand ragen.

Menschen, die an übernatürliche Dinge glauben, gibt es mehr, als man denkt. Allerdings gibt es nur wenige, die paranormale Themen wirklich kritisch und dennoch offen angehen. Es existieren leider so viele Scharlatane, Wichtigmacher, Spinner und Lügner. Und nicht zu vergessen sind die Leichtgläubigen, die in allem einen Geist oder eine göttliche Erscheinung sehen, aus welchem Grund auch immer. Diese Leute versetzen ernst zu nehmende Themen ins Feld der Lächerlichkeit, was dazu führt, dass wiederum Menschen, die eigentlich offen für Paranormales sind, nicht darüber reden - aus Angst, ausgelacht oder nicht mehr für voll genommen zu werden.

Und immer wieder werden die Themen ins Religiöse gezogen. Man muss nicht religiös sein, um an Übernatürliches zu glauben! Das ist meine Devise und ein wichtiger Faktor! Es gibt zahlreiche Bücher über Schutzengel. Sie greifen immer wieder ins religiöse Feld. Warum? Es muss doch möglich sein, alles mal ohne vorgegebene Regeln zu beleuchten.

Ich selbst bin
nicht religiös, distanziere mich aus guten Gründen davon - aber ich bin geistoffen und damit uneingeschränkter Ideen und Gedanken. Der heutige Wissensstand ist nicht das Maß der Dinge. Ich glaube, dass es etwas nach dem Tod gibt. Ich glaube an keinen Gott im herkömmlichen, von Menschen erdachtes Wesen. Aber ich glaube an geistige Wesen, die ständig bei uns sind.

Was sind denn eigentlich übernatürliche Ereignisse? Es sind Ereignisse, die sich heute nur nicht beweisen lassen können. Ein Handy wäre vor einigen Jahren auch noch etwas Übernatürliches gewesen. Oder wie war das mit der Erde als Scheibe und dann doch die Kugel? Klingt heute lächerlich, aber etwas Anderes ist es im Grunde nicht. Irgendwann wird es vielleicht völlig normal sein, wenn jemand sagt: "Hey, ich hatte gestern wieder Besuch von Oma, die schon dreißig Jahre tot ist." Bei uns Menschen muss immer alles messbar sein, damit wir an Existenzen glauben. Auf der anderen Seite wird an Dinge geglaubt, die vor Quatsch nur so triefen!

Also, vielleicht mal auch in anderen Mustern denken, als nur in Schwarz oder Weiß! Es gibt so viele Grautöne.

Aber auch Zwischenmenschliches und der graue Alltag beschäftigen mich. Ich habe mir zum Beispiel einmal die Frage gestellt, wenn man im Leben einen neuen Schritt wagen will und sich dazu von der Partnerin / vom Partner trennen muss, weil vielleicht die Liebe fehlt oder noch nie vorhanden war und man so nicht weiterleben kann oder will. Man hat es vor und plötzlich erkrankt der Partner sehr schwer und braucht jede Unterstützung. Was passiert dann? Wo führt der Weg hin? Würde man sein Vorhaben trotzdem durchführen? Bleiben aus Mitleid? Bleiben aus Angst, was das Umfeld denken könnte? Oder lieber gehen und nur noch an sich denken? Eine schwierige Situation, meine ich. Und genau das sind diese Gedanken, die dann eine Geschichte entstehen lassen. Übrigens hier zu finden unter „Entschluss im Horizont“.

Nun hinterlasse ich hier den Eindruck, dass ich ein immer ernster und ständig grübelnder Mensch sein könnte. So ist es natürlich nicht! Denn zu jedem ernsten Gedanken gehört auch das Gegenstück – Humor, auch wenn dieser dann doch wieder etwas schwarz ist und nicht immer auf Gelächter stößt;-) Unnötig denen zu erklären, die mich kennen.
Wer gerne schreibt, liest auch gerne! Das trifft auch auf mich zu, aber ich bin bestimmt keine Leseratte. Ich bin auch nicht der intellektuelle Schreiber, den man in Künstlerkreisen findet. Ich schreibe, versuche das gut zu machen und Punkt!
Ich lebe noch immer in Berlin, bin gelernter Industriekaufmann und liebe entspannte, gehaltvolle Gespräche, gutes Essen und guten Wein. Ich mag die See und die Ruhe in der Natur. Wann immer es mir möglich ist, fahre ich gerne nach Schweden.



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